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wo das Wissen um ihre Auswirkungen fehlt!

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Wenn sie mit der Umsetzung der Energiewende, wie sie derzeit betrieben wird nicht einverstanden sind, dann helfen sie uns mit ihrer Spende diesen ideologisch motivierten Irrsinn zu beenden, der zun einer nie dagewesenen Zerstörung unserer Landschaft, Naturräumen und vielfältigen Beeinträchtigungen der Bürger führt.

Es sind vielfältige Kosten, die bei unserer Arbeit entstehen und überwiegend aus privaten Mitteln aktiver Mitglieder besritten werden.

Durchführung von Veranstaltungen, Druck von Flyern, Informationsbroschüren, Bannern, bis hin zur Beihilfe für Klageverfahren, etc.

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29.11.2017 Kompendium für eine vernünftige Energiepolitik


Primärenergieverbrauch 2016 (AGEE-Stat)

Im März 2017 veröffentlichte das Bundeswirtschaftsministerium eine Broschüre, die davon kündete, dass die ‘Energiewende’ „eine Erfolgsgeschichte“ sei. Nichts liegt ferner.

Denn die ‘Energiewende’ hat das Ziel, uns langfristig von fossilen Energieerzeugern unabhängig zu machen. Sie wurde begonnen, um den Ausstieg aus der Nutzung von Kohle, Öl und Gas zu ermöglichen und dabei den Ausstoß von Kohlen-dioxid drastisch zu reduzieren. Doch wurden diese Ziele nicht einmal im Ansatz erreicht.
Die ‘Energiewende’ wurde lediglich im Stromsektor vorangetrieben, auf den aber nur ein Fünftel des Energieverbrauchs entfällt. In den Sektoren Wärme/Kälte und Verkehr gab es kaum Erfolge.
Und so steigt in Deutschland der Ausstoß an Kohlendioxidemissionen seit 2009 an, obwohl in dieser Zeit weit über hundert Milliarden Euro in den Ausbau vor allem von Solar- und Windenergie investiert wurden.
Die mit dieser ‘Energiewende’ eingegangenen Zahlungsverpflichtungen werden uns noch für zwei Jahrzehnte belasten. Insgesamt wird uns die ‘Energiewende’ eine Gesamtsumme von ca. 550 Milliarden Euro kosten.
Ungeachtet dieses enormen Aufwands gerät die Versorgungssicherheit in immer größere Gefahr. Gleichzeitig leiden Mensch und Biosphäre unter diesen Maßnahmen, der Artenschutz kommt unter die Räder, die Minderungsziele für Kohlendioxidemissionen rücken in immer weitere Ferne und die Maßnahmen zur Umsetzung der ‘Energiewende’ erscheinen mehr und mehr verfassungsrechtlich fragwürdig…

Unser komplettes Kompendium erhalten Sie auf der Website Bundesinitiative Vernunftkraft e.V. und/oder hier per Download.

20.11.2017 SWR2 Wissen „Vorbild Rhein-Hunsrück, ein Landkreis verzaubert die Energiewelt“

In der Radiosendung SWR2 Wissen am 9.Nov. 2017 wurden Behauptungen aufgestellt, die die Realität auf den Kopf stellen.
So wurde behauptet, der Rhein-Hunsrück-Kreis habe die Energiewende schon geschafft, wird 2018 der erste bilanzielle Null-Emissionskreis und leuchtendes Vorbild für viele Länder dieser Welt. Diesen Behauptungen hat das Bündnis im nachstehenden offenen Brief widersprochen.
Sendung zum Nachhören

Offener Brief         20. Nov. 2017 

Rundfunkbeitrag im SWR 2 vom 9. November 2017, 08:30 Uhr:
„Vorbild Rhein-Hunsrück, ein Landkreis verzaubert die Energiewelt“.

Sehr geehrter Herr Boudgoust,

um es vorwegzunehmen: Der vorstehend genannte Rundfunkbeitrag des Journalisten Richard Fuchs entbehrt jeder Sachlichkeit, Wahrheit, Objektivität sowie journalistischer Verantwortung. Er stellt die Wahrheit in einer verklärenden Weise gänzlich auf den Kopf. Seine Aussage lautet: „In knapp 20 Jahren wurde hier die Energiewende umgesetzt. Zu weit mehr als 100 Prozent.“ Dies ist völlig falsch! Denn die Energiewende umfasst den gesamten energetischen Bereich aus Strom, Wärme, Verkehr und Industrie. Von diesen 100 Prozent Energieverbrauch beträgt der Stromverbrauch, auf den sich Herr Fuchs bezieht, aber lediglich rund 20 Prozent.

Reduzierte man seine Aussage nur auf die Stromerzeugung, so wäre sie bilanziell betrachtet zunächst richtig. Doch hier sollte sich Herr Fuchs unbedingt mit dem Begriff „bilanziell“ auseinandersetzen.
Beispiel: Auch die fünffach über den Bedarf hinaus gewonnene Strommenge wird dazu führen, dass über Stunden/Tage kein Strom zur Verfügung steht. Grund dafür ist die extreme Volatilität von Wind- und Solaranlagen. Wenn kein Wind weht und die Sonne nicht scheint, gibt es keinen Strom, solange keine Speichertechnologie zur Verfügung steht, die den überschüssigen Strom speichern könnte. Aber von einer solchen großtechnologischen Entwicklung sind wir noch sehr weit entfernt.

Trotz der zeitweisen Überversorgung durch die sogenannten „erneuerbaren Energien“ sind wir doch gezwungen, den gesamten konventionellen Kraftwerkspark vorzuhalten. Das bedeutet, wir haben die Energiewende nicht geschafft - auch im Rhein-Hunsrück nicht!

Weitere Aussage: „Damit beweist der Null-Emissions-Landkreis………“. Wiederum falsch! Der Rhein-Hunsrück-Kreis ist kein Null-Emissions-Landkreis. Er wäre erst dann emissionsfrei, wenn weder Mobilität noch Wärmeerzeugung, Industrie und Stromerzeugung kein CO2  emittieren würden.
Weitere Aussage: „Das hat den Landkreis zum begehrten Wohn- und Arbeitsort gemacht.“ Falsch! Seit vielen Jahren ist ein stetiger Rückgang in der hiesigen Bevölkerungsentwicklung zu verzeichnen, wie ihn sämtliche aktuellen Demografie-Berichte nachweisen.
Vom „begehrten Wohnort“ im Rhein-Hunsrück-Kreis zu sprechen, ist eine geradezu zynische Behaup¬tung angesichts der hierzulande überall beklagten negativen Auswirkungen der hunderte Windindu¬strieanlagen auf Menschen, Tiere, Umwelt und das Landschaftsbild. Bezüglich der Landschaftsästhe¬tik empfehlen wir die Lektüre der Masterarbeit von Herrn Lubomierski, der die Auswirkungen des Windkaftausbaus auf unsere Landschaft wissenschaftlich untersucht hat ( www.energie-mensch-natur.de/informationen/download?download=6:masterarbeit.pdf ), desgleichen auch das Buch von Georg Etscheid mit dem wahrhaft zutreffenden Titel „Geopferte  Landschaften“.

Im Hunsrück wurde eine vormals liebenswerte Landschaft einem technischen Irrweg geopfert, mit riesenhaften Windradtürmen überformt und so in eine Industrieregion umgewandelt. Zahllose Besucher unserer Region sind entsetzt über diese Landschaftszerstörung.

In einer dreisten Art werden im Beitragsformat O-Töne der Besucher eingesetzt, z.B. des Ghanesen, der beim Ausblick vom Hochsteinchen auf die 5 gigantischen Windräder begeistert „wonderful“ ausruft. Da gibt es aber nichts Wundervolles mehr zu bewundern, wenn wertvolle Wälder geopfert und ungezählte Tiere im Soonwald ihres angestammten natürlichen Lebensraums beraubt wurden!  Und dies alles für eine gescheiterte Technik, die weder das erklärte Ziel der Co2-Minderung noch dasjenige der Klimarettung geschafft hat.

Dringend sollte sich Herr Fuchs mit den Ergebnissen wissenschaftlich anerkannter Gremien ausein-andersetzen, die seit Langem vehement, doch bisher leider vergeblich, eine Kurskorrektur fordern.
Diese sind u.a.: der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, die Monopolkommission, die Expertenkommission Forschung und Entwicklung des Bundestags sowie nicht zuletzt der Bundesrechnungshof. Auch die von der Bundesregierung selbst eingesetzte Monito¬ring-Kommission kam zu erschütternden Ergebnissen.

Eine sach- und fachgerechte Beurteilung der Energiewende lesen Sie bitte in den beigefügten Broschüren nach.
Abschließend stellen wir fest: Dieser SWR-Beitrag ist an einseitigen und falschen Aussagen sowie an eklatantem Unwissen nicht zu überbieten.

Unglaublich, dass ein Journalist wie Herr Fuchs, der sich angeblich auf Fragen von Energie-, Umwelt- und Klimapolitik spezialisiert hat, im öffentlich-rechtlichen Rundfunk die Zuhörerschar aus unserer Sicht belügt. Für uns gibt es hierzu nur eine Vermutung: Wenn Herr Fuchs tatsächlich den techni-schen Background dieses komplexen Themas kennt und dennoch einseitig und falsch berichtet, so erhärtet sich für uns der Verdacht, er arbeite für die Windindustrie.

Sehr geehrter Herr Boudgoust, ein Beitrag mit derart vielen Falschaussagen darf keinesfalls im Themenblock Wissen eines öffentlich-rechtlichen Rundfunks verbreitet werden.
Hier ist unseres Erachtens dringend eine Richtigstellung erforderlich.

Mit besorgten Grüßen

 

Wolfgang Piroth
und der Vorstand des Bündnisses Energiewende für Mensch und Natur e.V.

 

30.10.2017 Windenergie in Deutschland

Status quo, Potenziale und Herausforderungen in der Grundversorgung mit Elektrizität Teil 1: Entwicklungen in Deutschland seit dem Jahr 2010
Thomas Linnemann und Guido S. Vallana


Den gesamten Beitrag lesen sie hier

 

18.10.2017  "Elefanten im Raum" von Energiedebatten

ein Beitrag aus der Reihe "Die Energiefrage" #37
von Dr. Björn Peters, Deutscher Arbeitgeber Verband

Im Englischen gibt es den schönen Begriff des "Elefanten im Raum". Damit meint man ein Thema, das bei einer Diskussion jeder kennen könnte, das aber niemand anzusprechen wagt – aus welchen Gründen auch immer. Solche "Elefanten im Raum" gibt es gerade bei energiewirtschaftlichen Debatten zuhauf.
Gerne diskutieren Vertreter der Energiewirtschaft auf vielen internationalen Tagungen miteinander und mit Politikern und Pressevertretern über aktuelle Entwicklungen.  Auf unzähligen solcher Konferenzen war ich in den vergangenen fünf Jahren eingeladen, um (zumeist) über Kraftwerks- oder Speicherfinanzierung im Zeitalter von starken Anteilen an Wind- und Solarenergie zu sprechen, um als Diskutant oder Gastgeber zu wirken.  Dabei fiel mir auf, dass es immer noch einige Themen gibt, die niemand klar ausspricht, oder Aussagen, über die die Industrievertreter leise den Kopf schütteln aber nicht lautstark zu protestieren wagen.  Im Englischen nennt man so etwas "the elephant in the room".  Dabei gäbe es angesichts der existenziellen Krise der Stromwirtschaft genügend Themen, mit denen die Unternehmensvorstände leidenschaftlich an die Öffentlichkeit gehen sollten, um auf die katastrophale Lage der Energiewirtschaft hinzuweisen.  Immerhin mussten dort dutzende von Milliarden Euro an Investitionen abgeschrieben werden.  Die Börsenstrompreise sind so niedrig, dass die Einnahmen aus Stromverkauf für eine ausreichende Wartung der Kraftwerke nicht ausreichen – sie werden auf Verschleiß gefahren und werden viel früher als nötig verschrottet werden müssen.  Die Versorgungssicherheit, die Wind- und Solarkraftwerke nicht bieten können, ist gefährdet, denn immer wieder gibt es Situationen am Strommarkt, in denen jedes verfügbare Kraftwerk benötigt wird.  Investitionen in neue regelbare Kraftwerke werden kaum noch getätigt, da sie wirtschaftlich nicht zu rechtfertigen wären.  Ein Ausweg aus der Krise ist für die Stromwirtschaft nicht in Sicht.  Da hilft es nicht weiter, wenn der Kopf im faktenresistenten Sand feststeckt und die Problematiken, mit denen die Energiewirtschaft zu kämpfen hat, ignoriert werden.

Elefant 1: Die natürliche Schwankungsbreite von Wetter

Auch auf die Gefahr, uns zu wiederholen: Wer fordert, wir sollten unsere Energieversorgung maßgeblich vom Wetter abhängig machen, indem wir stark auf Wind- und Solarenergie setzen, sollte wissen, wie zuverlässig eine Stromversorgung auf Basis von Sonne und Wind ist.  In den vergangenen Monaten hatten wir auf das Thema mehrfach hingewiesen, dass lange Versorgungslücken gerade in Inversionswetterlagen jedes Jahr mehrfach vorkommen, zuletzt hatten wir im September eine sog. "Dunkelflaute".  Daher müssen wir dringend beginnen, endlich unsere Hausaufgaben zu machen.  Was fehlt, ist die Gründung eines Instituts für Statistische Energiemeteorologie, das uns darüber aufklären sollte, wie groß die natürliche Schwankungsbreite von Witterung ist.  Unsere ureigene Wahrnehmung spielt uns hier nämlich einen Streich.  Wir erinnern uns bestenfalls an das Wetter von wenigen Jahren.  Dass das Wetter aber routinemäßig enorme Kapriolen schlägt, wird dabei gerne übersehen.  
Schon im ersten, mosaischen, Buch des Alten Testaments wird von sieben fetten Jahren, gefolgt von sieben dürren Jahren berichtet.  Wer weiß denn, wie sich Bewölkung und Windgeschwindigkeiten über Zeit entwickeln?  Nur eine rhetorische Frage, natürlich, aber die Antwort ist "Niemand".  In jedem anderen Wirtschaftszweig oder Politikbereich würde es als extrem fahrlässig bewertet, wenn die Verantwortlichen so sorglos mit dem Fehlen von entscheidungsrelevanten Informationen umgingen.  Nur in der Energiewirtschaft wird klaglos akzeptiert, dass die Datengrundlage für wirtschaftliche und politische Entscheidungen schlicht fehlen.  Überall sonst würde das als "Blindflug" zu Recht gebrandmarkt.  Und so gerieten zahllose Windkraftinvestments in wirtschaftliche Schieflage, weil manchmal mehrere Jahre hintereinander die Jahreserträge um bis zu 40 Prozent unter den Prognosen lagen.  Sorglosigkeit in Datenfragen rächt sich also auch finanziell, und oft sind Stadtwerke in öffentlicher Trägerschaft die Leidtragenden.  Eine Kultur der Verantwortung wäre hier besser angebracht als Nicht-wissen-Wollen.

Elefant 2: Der Klimawandel als die Ursache allen Übels in der Welt

Fast genauso wenig wie über die natürliche Bandbreite der Witterung in den vergangenen Jahrzehnten wissen wir über die natürliche Bandbreite des Klimas. Beispielhaft sei aus einem sehr empfehlenswerten Büchlein zitiert, das Bemerkenswertes aus mittelalterlichen Stadtchroniken zusammengetragen hat.  Für Magdeburg ist im Jahr 1427 folgender Eintrag vermerkt:
"Zwischen St. Nikolaus und St. Lucia [6.-13. Dezember] blühten hier und da die Kornblumen auf den Feldern. In einigen Gärten waren Erbsen und Bohnen gewachsen und blühten. Sogar einen Teil der Mandel- und Pfirsichbäume sah man blühen."
Als neuzeitlicher Leser wundert sich man darüber, dass es im kalten Magdeburg vor 600 Jahren frostempfindliche Mandelbäume gab.  Es scheint damals also beträchtlich wärmer gewesen zu sein als heute, kurz vor einem der kältesten Jahrzehnte des Milleniums, wie der ‚Spiegel' jüngst berichtete.  Und das führt uns direkt zum Thema.  Im dritten Sachstandsbericht des Weltklimarats von 2001 wurde behauptet, dass das letzte Jahrzehnt des vorigen Jahrhunderts das wärmste des gesamten Jahrtausends gewesen sei.  Belegt wurde dies mit zweifelhaften mathematischen Methoden, die in den Folgejahren nach allen Regeln der Kunst innerhalb der wissenschaftlichen Welt widerlegt wurden.  Heute wissen wir sehr viel mehr über die Warmzeiten in den vergangenen Jahrtausenden, nur interessiert das niemand.  Festgesetzt haben sich die falschen Aussagen aus 2001, dass wir nicht nur in der wärmsten Periode der jüngeren Menschheitsgeschichte lebten, sondern auch dass der Temperaturanstieg der vergangenen Jahrzehnte ungewöhnlich schnell gewesen sei.  Wahrscheinlicher ist, dass sich in den letzten Jahrtausenden die mittleren Temperaturen in einem etwa drei Grad breiten Band bewegt haben, dass wir nach der Kleinen Eiszeit ganz am unteren Rand dieses Bandes waren und dass die Warmzeiten eher die waren, in der die Menschheit sich voranentwickelt hat.
Dennoch wird im öffentlichen Diskurs immer wieder unwidersprochen behauptet, das derzeitige Klima sei unnormal und besonders schädlich für Mensch und Natur.  Manche Politiker sprechen gar davon, dass der Klimawandel schuld an den deutlichen Migrationsbewegungen der letzten Jahre sei.  Und dies, obwohl der Planet derzeit grüner wird und nach einer in Nature veröffentlichten Studie bessere Lebensgrundlagen gerade in Afrika schafft. Übersehen werden dabei nicht nur die aktuelle Studienlage, über die es wert wäre, eine eigene Kolumne zu verfassen, sondern auch ein sehr wichtiger Punkt:  Viel stärker als ein wie auch immer gearteter "anthropogener Klimawandel" durch Emissionen von Treibhausgasen prägt unser Umgang mit der Natur das lokale Klima.  Fast alle katastrophalen Naturveränderungen der Neuzeit, die nicht auf Vulkanismus und Erdbeben beruhten, wurden durch Fehlverhalten des Menschen ausgelöst.  Der unter dem Vorzeichen der "Entwicklungshilfe" betriebene Brunnenbau der 1970er und 1980er Jahre im Sahel ließ größere Viehherden zu, wodurch der karge Pflanzenwuchs überweidet wurde und der Grundwasserspiegel absank.  Ein Drittel des gemessenen Meeresspiegelanstiegs der letzten Jahrzehnte ist auf das massive Abpumpen von Grundwasser zurückzuführen, wodurch mehr Süßwasser über die Flüsse in die Meere abgeleitet wird.  Abholzung von Wäldern verändert lokale Klimata viel stärker als äußere Einflüsse, es wird heißer und trockener.  Diese Änderungen am lokalen Klima sind in der Tat "anthropogen", haben aber viel trivialere Ursachen als unser Verbrauch an Kohlenstoff-haltigen Rohstoffen.  Nur will das niemand wissen, vielleicht weil es bequemer ist, alle "Schuld" an den beobachteten Klimaveränderungen auf die westlichen Industrienationen zu laden.  Die Verantwortung der lokalen Potentaten und Profiteure in anderen Weltregionen bleibt dagegen gerne unberücksichtigt.

Elefant 3: Die nukleare Option

In Diskussionen über die langfristige Energieversorgung wird so getan, als wäre es realistisch, die ca. 85 Prozent des Weltenergieverbrauchs, die wir derzeit mit chemischen Energieträgern wie Kohle, Öl und Gas decken, aus der Umgebungsenergie (Sonne, Wind, Wasserkraft, Biomasse, Geothermie) zu holen.  Dabei ist das zumindest dann überhaupt nicht notwendig, wenn wir in einem Zeithorizont bis zum Ende des Jahrhunderts planen.  Unberücksichtigt bleibt zu oft, dass die Industrienationen eng zusammenarbeiten, um der Kernfusion zum Durchbruch zu verhelfen.  Es wird zwar noch in der Tat ein paar Jahrzehnte andauern, bis sie großtechnisch und günstig zur Verfügung steht, sie wird aber in der zweiten Jahrhunderthälfte kommen.  Unser Optimismus speist sich aus der Tatsache, dass viele der technischen Herausforderungen, die für die Nutzung der Kernfusion bewältigt werden müssen, grundsätzlich der Simulation auf Computern zugänglich sind.  Und da seit vielen Jahrzehnten alle fünf Jahre die Kosten für Rechenoperationen um einen Faktor von zehn absinken, wird Rechenpower immer leichter verfügbar.  Der Fortschritt in der Kernfusionsforschung sollte sich daher in Zukunft beschleunigen, zumal wenn wir bereit sind, die Fusionsforschung nicht am Geld scheitern zu lassen.
Sobald Energie aus Kernfusion kostengünstig verfügbar ist, werden sich synthetische Kraftstoffe ebenso leicht in großen Mengen herstellen lassen, wie sich weitere Energie-Sektoren elektrifizieren lassen.  Insofern darf uns der technische Fortschritt optimistisch stimmen, dass wir unser Kohlenstoffbudget im Sinne des Zwei-Grad-Ziels des Pariser Klimaabkommens auch ohne industriefeindliche Politik und ohne Verspargelung der Landschaften mit Windrädern unterschreiten werden.  Nur sollten die richtigen politischen Akzente gesetzt werden.

Zusammenschau

Nimmt man die drei "Elefanten"-Themen zusammen, ergibt sich größter Optimismus, dass es uns gelingen wird, die künftige Energieversorgung ohne eine Verschandelung der Kulturlandschaften sicherzustellen, chemische Energieträger nur übergangsweise noch für ein paar Jahrzehnte zu nutzen und dann aus wirtschaftlichen (!) Gründen ihren Einsatz zu beenden.  Das mit dem Wort "Energiewende" hauptsächlich verknüpfte Ziel, die Überwindung chemischer Energieträger, wird sich also ohne wesentliche wirtschaftliche Eingriffe umsetzen lassen.  Etwas mehr Geduld mit dem technischen Fortschritt wäre angebracht.  Für Aktionismus besteht weder Notwendigkeit noch Berechtigung.

30.07.2017 "Kurzschluss bei der Energiewende" von Daniel Wetzel in der Welt am Sonntag vom 23.07.2017  

Die Energiewende verändert Natur und Landschaft, verteilt Milliarden um und verheißt Rettung vor dem Klimawandel. Doch ein Blick auf das bislang Erreichte ernüchtert: Die zentralen Versprechungen der Ökostrom-Revolution wurden noch nicht eingelöst. Die Politik ist ratlos. Eine Zwischenbilanz. [...]

Die Stars der jungen Energie-Szene inszenieren ihre Auftritte wie einst Apple-Chef Steve Jobs. „Yeah! Wow! Yeehaa!“ ertönt es im Publikum, wenn „Sonnen“-Manager Philipp Schröder die neue Solarstrom-Batterie seines Unternehmens im Berliner E-Werk präsentiert. Wie bei einem Popkonzert brandet Spontanapplaus auf. Einerseits ist die Jagd nach Computer-Spezialisten von der Erkenntnis getrieben, dass die Energiewelt von morgen unbedingt „smart“ sein wird und ohne Digitalisierung undenkbar ist. Doch das ist nur die eine Seite der Medaille. Die andere Seite ist, dass die Planer und Architekten der Energiewende nicht mehr weiterwissen. Man schaut auf die Zahlen und sieht, dass die Rechnung nicht aufgeht. Die Ökostrom-Revolution hat Deutschland im Klimaschutz bislang nicht weitergebracht. Die Kosten steigen, Zielmarken werden verfehlt. […]

Der vollständige Beitrag ist auf der Seite Vernunftkraft nachzulesen

 

03.2017 „Ohne Speicher ist die Energiewende technisch nicht möglich, mit Speichern ist sie wirtschaftlich nicht möglich.“

Detlef Ahlborn – März 2017:
Die deutsche Energiewende steht im Widerspruch zu fundamentalen physikalischen Gesetzen. Mit der Energiewende führen wir einen milliardenschweren Großversuch durch, der systematisch gegen diese Gesetzmäßigkeiten verstößt.

Der vollständige Beitrag ist auf der Seite Vernunftkraft nachzulesen

 

26.05.2017 Die 10 Thesen der Windkraftkritiker

Als symbolischen Akt im Lutherjahr und in Anlehnung an die 95 Thesen, die Luther 1517 an die Tür der Schlosskirche in Wittenberg nagelte, klebten Wolfgang Piroth und Uwe Anhäuser vom Bündnis Energiewende für Mensch und Natur, jetzt 10 Thesen zur Energiepolitik in den Eingangsbereich der Simmerner Kreisverwaltung.


RHZ 23.05.17-klDiese 10 Thesen sollen einen sachlich fundierten Beitrag zur Diskussion um die Energiewende mit Blick auf den Bundestagswahlkampf liefern.

Die Rhein-Zeitung berichtete. (RZ-Artikel)

 

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  

3.05.2017 Ein Todesurteil für die Windkraft?

In dem am 6. April in der Rhein-Hunsrück-Zeitung veröffentlichtem Artikel beklagen die Windindustrie und Investoren den im neuen Landesentwicklungsprogramm geplanten Entfall von nutzbaren Flächen für den Windkraftausbau von etwa 50%. Dies bedeutet laut Artikel, dass ca. 400 Windkraftanlagen nicht gebaut werden können.
Aus verlässlicher Quelle hat das Bündnis Energiewende für Mensch und Natur Kenntnis, dass von den Betroffenen versucht wird massiv Einfluss auf Politik und Entscheidungsträger zu nehmen, um die Umsetzung des bereits gültigen Koalitionsvertrages bezüglich der Windenergie abzumildern, bzw. zu verhindern.
Wir fordern die vollständige Einhaltung dieses Vertages.
Daher unser offener Brief an nachstehende Empfänger sowie an die Presse.

 

Offener Brief                                                                                           23. April 2017

Sehr geehrte Frau Ministerpräsidentin Dreyer,

sehr geehrter Herr Wirtschaftsminister Dr. Wissing,

in dem 2016 von Ihnen ausgehandelten und regierungsamtlich beschlossenen Koalitions-vertrag haben Sie verbindliche Regelungen für den weiteren Ausbau der Windenergie in Rheinland-Pfalz festgelegt. Diesen ersten Schritt hatten wir als erfreuliches Zeichen einer längst fälligen Hinwendung zu Menschen-, Natur- und Landschaftsschutz anstelle einer Bevorzugung der rein wirtschaftlichen Interessen der Windindustrie begrüßt.

Vor Kurzem war nun in der regionalen Presse zu lesen, dass die erwähnten Regelungen von der Windindustrie aufs Heftigste beklagt und sogar als ein „Todesurteil für die Windkraft“ angeprangert werden.

Aus verlässlicher Quelle wissen wir, dass die von Ihrer Regierung beschlossenen Regelungen sowohl vonseiten der Windindustrie als auch vielerorts in ganz Rheinland-Pfalz von etlichen Verbands¬gemeindeverwaltungen und Genehmigungsbehörden bei den Landkreisen mit Vorbedacht missachtet werden.

Mehr noch: Es besteht ganz offensichtlich die Gefahr, dass auf diesem Wege die von Ihnen mit gutem Willen getroffenen Festlegungen unterlaufen und zunichtegemacht werden könnten.

Ein Gelingen dieser Bestrebungen würde mit Sicherheit das bereits stark ausgeprägte Misstrauen insbesondere in die von Ihnen vertretene Energiepolitik erheblich verstärken. Im Zusammenhang mit der ohnehin vorhandenen Politikverdrossenheit würde dies den allgemeinen Prozess der Entdemokratisierung noch weiter vorantreiben.

Wir, das Bündnis Energiewende für Mensch und Natur, bestehen auf der vollständigen Umsetzung der von Ihnen in Ihrem Koalitionsvertrag beschlossenen Regelungen. Für Gespräche und Erläuterungen der Problematik stehen wir gerne bereit.

Sie werden ja sicher nicht vor der Bundestagswahl eine Kampagne dagegen riskieren wollen, dass Sie nicht einmal die eigenen Beschlüsse und Vereinbarungen befolgen.


3.5.2017 Ausbau Windenergie in Waldgebieten
 

Eine Analyse der Fachagentur Windenergie an Land (FA Wind) gibt einen Überblick über die Entwicklung und den aktuellen Ausbaustand der Windenergie auf Waldflächen in den einzelnen Bundesländern in Deutschland.  Nach Erhebungen der FA Wind waren Ende 2016 in Deutschland rund 1.500 Windenergieanlagen in Waldgebieten in Betrieb.
In dem kleinen Rheinland-Pfalz ist die Nutzung der Windenergie im Wald am größten. Ende 2016 waren es 397 Windturbinen , die sich auf Waldflächen in Eifel, Hunsrück, Westerwald und Taunus drehten. Dafür wurden ca. 3,5 Mio Quadratmeter Waldfläche für eine bereits heute gescheiterte Technologie vernichtet.
Damit werden Klimaschutzfunktionen von Wäldern reduziert.

"Alternative Energieerzeugung ist sinnlos, wenn sie das zerstört, was man durch sie schützen will: Die Natur" (Reinhard Messner) 

Die folgenden Tabellen zeigen den chronologischen Ausbau der Windenergie im Wald in Rheinland-Pfalz und dem Saarland
Tabelle Windkraft im Wald


Tabelle Windkraft im Wald. II JPG 

 22.03.2017 Brisantes Material aus dem saarländischen Umweltministerium

Wenige Tage vor der Landtagswahl wird es für Umweltminister Reinhold Jost ungemütlich. Denn es sind brisante Dokumente aufgetaucht, die Mauscheleien bei der Genehmigung des Windparks Lautenbach bei Ottweiler beweisen sollen. Das Ministerium weist die Vorwürfe zurück. Der Anwalt der Windkraftgegner hat unterdessen Strafanzeige gegen Jost und die frühere Umweltministerin Rehlinger gestellt.

Ausführlicher dazu:

15.03.2017 Stromertrag der sogenannten erneuerbaren Energien der letzten 5 Jahre

Diese Grafik verdeutlicht, dass die extreme Schwankungsbreite der Stromerzeugung sich trotz Zubau in den letzten 5 Jahren, siehe rote Linie (Installierte Leistung Wind und Solar) sich entgegen anderslautender Behauptungen nicht verbessert hat. Das bedeutet, dass die Versorgungssicherheit durch Wind und Solarenergie mit der heutigen Technik nie erreicht werden kann.
Die heute schon notwendige Speichertechnologie ist auf lange Sicht nicht erkennbar.
strom lastgang 2011-2016

 

20.2.2017 Strategieklausur in Berlin mit dem Thema: Bündnis für vernünftige Energiepolitik

Regierungsamtlichen „Erfolgsgeschichten“ zum Trotz erfährt die aktuelle „Energiewende“-Politik flächendeckend Gegenwind aus der Bevölkerung. Bundesweit sind über 650 Bürgerinitiativen gegen den Ausbau von Windkraftanlagen engagiert und in 10 Landesverbänden, mehreren Dutzend Regionalbündnissen und einer Bundesinitiative vernetzt. Gestern trafen sich Vertreter aller Flächenländer zur Strategieklausur in der Hauptstadt.

Zwei Wochen nachdem das Bundeswirtschaftsministerium eine Hochglanzbroschüre zur vermeintlichen Erfolgsgeschichte der Energiewende an Millionen Haushalte verteilen ließ, kamen Delegierte windkraftkritischer Landesbündnisse in Berlin zu einem Arbeitstreffen zusammen. Ihre Wahrnehmung:

In rasantem Tempo werden wetterabhängige Stromerzeugungsanlagen in die Landschaft gesetzt – viel mehr und viel schneller als es der Bundesgesetzgeber beabsichtigte. Anlagen, für deren Zufallsprodukt es immer häufiger keine Verwendung gibt, deren Betreiber sich dennoch über auf 20 Jahre garantierte, weit über dem (häufig negativen) Marktwert liegende Vergütungen freuen dürfen.

Im Namen und in Folge der auf Windkraft fixierten „Energiewende“
werden

  • naturnahe Landschaften bis hin zu Naturparks der Windkraftindustrie geopfert – zuletzt sogar unter Einsatz von Polizeigewalt;
  • soll das Bundesnaturschutzgesetz zugunsten der Windkraftindustrie (Kabinettsbeschluss vom 10. Februar 2016) ausgehöhlt werden;
  • finanziert die Allgemeinheit zunehmend die Produktion von „Energiemüll“, der teuer entsorgt werden muss.

Trotz alledem sinken die CO2-Emissionen nicht nennenswert und ausländischer Atomstrom bleibt unverzichtbar.

Angesichts des im ganzen Land als Belastung von Natur, Landschaft und Lebensqualität erlebten, dabei technisch und ökonomisch fragwürdigen Windkraftausbaus berieten die Landesbündnisse auf Einladung der Bundesinitiative VERNUNFTKRAFT. darüber, wie vernünftigen Weichenstellungen der Weg geebnet werden kann.

Die aus allen Flächenländern angereisten Delegierten beschlossen verschiedene bundesweite Aktionen, mit denen die energiewirtschaftliche Realität im Superwahljahr 2017 stärker ins öffentliche Bewusstsein gerückt werden soll.

2017-02-19-Strategieklausurtagung Bundesinitiative Vernunftkraft in Berlin

 

17.2.2017 Bundesrechnunghof: Regierung macht schwerwiegende Fehler bei der Energiewende
 

  • Der Bundesrechnungshof wirft der Regierung eine mangelhafte Kontrolle der Energiewende vor, die zu Mehrkosten führt.
  • Besonders deutlich kritisieren die Prüfer das Wirtschaftsministerium. Dort gebe es ineffiziente Förderprogramme und eine kaum nachvollziehbare Organisation des Projekts.

 

In dem noch unveröffentlichten Dokument, das dem Haushaltsausschuss des Bundestags vorgelegt werden soll, ist die Rede von schwerwiegenden Mängeln bei der Kontrolle der Energiewende.

 

Besonders deutlich kritisieren die Prüfer das zuständige Bundeswirtschaftsministerium (BMWi). Das Ressortn heute unter Leitung von Brigitte Zypries lasse die Bevölkerung im Unklaren über die Bezahlbarkeit des Projekts. "Das BMWi hat keinen Überblick über die finanziellen Auswirkungen der Energiewende", schreiben die Prüfer. "Elementare Fragen wie 'Was kostet die Energiewende den Staat?' oder 'Was soll die Energiewende den Staat kosten?' werden nicht gestellt und bleiben unbeantwortet."

 

Absurd: Die Bundesregierung ist lediglich verpflichtet Berichte des Bundesrechungshofes zur Kenntnis zu nehmen - ein klassischer Papiertiger

17.2.2017 Deutschlands Energiewende - ein sich anbahnendes Desaster
von Prof. Dr. Fritz Vahrenholt

Prof. Vahrenholt beschreibt in seinem Vortrag beeindruckend und fundiert, die vielfältigen Probleme der Energiewende, deren dringende Lösungen auf lange Sicht nicht erkennbar sind.
Den vollständigen Vortrag können sie hier lesen

 

17.2.2017 Masterarbeit Die Auswirkungen der Windkraft auf Landschaften am Beispiel des Hunsrück
von Nikolai Lubomierski

Jedem  Leser  dieser  Arbeit  empfehle ich eine Fahrt durch den  Hunsrück,  idealerweise  bei Tag und bei Nacht, um sich persönlich einen Eindruck von den Auswirkungen des Windkraftausbaus als Ausprägung der Energiewende in der Region zu verschaffen. Es ist erschreckend welche Ausmaße die dortigen Entwicklungen angenommen haben und seien die ursprünglichen Überzeugungen und Absichten noch so umweltfreundlich wie nachhaltig.
Man kann im Hunsrück, nach meiner Einschätzung, nach  Abschluss dieser Arbeit nur von einer Fehlentwicklung grüner Umweltpolitik ungeheuren Ausmaßes sprechen, die für die Menschen vor Ort in  einem Verlust ihrer heimatlichen Kulturlandschaften und deren Umwandlung in Windindustrielandschaften gegipfelt ist.

 

Doch ist es eine erstaunliche Entwicklung, die man im Hunsrück vorfindet, von einer ursprünglich positiven Absicht der nachhaltigen, ökologischen Energieerzeugung hin zu einem rücksichtslosen, profitgetriebenen Streben nach Windpachterträgen, das jeglicher Vernunft entbehrt und ohne Respekt vor der Schönheit von Natur und Landschaft die heimatliche Kulturlandschaften dem Profit opfert, ungeachtet ihrer identitätsstiftenden Wirkung.
Der Hunsrück muss von Landschaftsplanern, politischen Entscheidungsträgern und der Raumplanung als mahnendes Beispiel betrachtet werden, der eindrucksvoll dokumentiert, was alles machbar ist mit Erneuerbaren Energien, insbesondere der Windkraft, aber welche landschaftlich prägenden Auswirkungen eine überstürzte, unausgewogene und unkoordinierte Regionalentwicklung zur Folge haben kann.

Hier lesen sie die ganze Masterarbeit


3.2.2017 "Energiewend
e" scheitert an frostiger Wirklichkeit - "Kaltflaute" offenbart Desaster

Während der Kaltwetterperiode vom 16. bis zum 26. Januar 2017 trugen die 26.000 Windkraftanlagen und der auf 400 Millionen Quadratmeter ange­wach­sene Foto­voltaik-Park Deutschlands so gut wie nichts zur Elektrizitätsversorgung unseres Landes bei.

Der Totalausfall der „Säulen der Energiewende“, wie Sigmar Gabriel die wetter- und subventionsabhängigen Energiequellen nennt, war dabei keine Moment­aufnahme, sondern ein über zehn Tage anhaltender Dauerzustand:

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Grafik in höherer Auflösung

Die Großwetterlage zwang die deutschen Stromproduzenten zum Einsatz aller verfügbaren konventionellen Anlagen, um die Netzstabilität aufrechterhalten zu können. Ohne den konventionellen Kraftwerkspark und die Möglichkeit, wetterfesten Strom aus Kernkraft und Kohle (z.B. aus Tschechien und Frankreich) importieren zu können, wäre die Stromversorgung in diesen zehn Tagen extrem gefährdet gewesen. Eine Ahnung von den möglichen verheerenden Konsequenzen verleiht die Bundestagsdrucksache „Gefährdung und Verletzbarkeit moderner Gesellschaften – am Beispiel eines großräumigen und langandauernden Ausfalls der Stromversorgung“ aus dem Jahr 2011.

Die „gesicherte Leistung“ aller Windkraft- und Fotovoltaikanlagen bleibt trotz des starken Zubaus der letzten Jahre weiterhin nahezu Null. Eine Glättung der Stromeinspeisung aus Windkraftanlagen ist trotz ihrer großflächigen Verteilung über das gesamte Bundesgebiet ausgeschlossen. Ausschläge und Schwankungen steigen mit dem Zubau weiter an.

Die jüngste Kaltdunkelflaute – kein Wind, kein Sonnenschein – offenbarte das Aus­maß des „Speicherproblems“ von Wind- und Solarenergie. Kernenergie-, Kohle- und Gaskraftwerke mussten die Stromversorgung fast vollständig übernehmen. Die hohen Börsenpreise belegen die Stromknappheit während dieses Zeitraums. Die „Stromspeicherung“ als Ausweg ist angesichts der Größenordnung des Stromverbrauchs illusorisch. In zehn Tagen werden ca. 16 Milliarden kWh ver­braucht. Für eine entsprechende Batteriespeicherung wären Investitionskosten von 16 Billionen (16.000 Milliarden) Euro fällig. Die einzige großtechnische Alternative über Pumpspeicherkraftwerke würde – zusätzlich zu den bestehenden sieben – den Bau von 2800 neuen Anlagen mit je 1000 MW Nennleistung erfordern.

Doch außer dem Totalausfall kann sich auch die Hyperaktivität von Windkraft- und Solaranlagen desaströs auswirken. Denn nicht nur Kälteflauten, sondern auch Sturmtiefs bringen das deutsche Stromversorgungssystem immer häufiger und immer näher an den Kollaps:

Bei viel Sonne und Wind überschreiten die hohen Einspeisungen nämlich immer öfter den minimalen Bedarf. Die konventionellen Kraftwerke können ihre Leistung aber maximal auf Null reduzieren. Genügt das nicht, müssen EEG-Anlagen vom Netz genommen werden, deren dann nicht erzeugte Leistung aber trotzdem mit hohen Millionenbeträgen vergütet werden muss. Durch die wegbrechende Regel­fähigkeit der kon­ven­tionellen Anlagen wird die Netzstabilität extrem gefährdet. Die Situation, dass kein ausreichender Puffer zur Sicherung der Netzstabiliät durch konventionelle Anlagen mehr vorliegt und der unverwertbare Anteil nicht regel­barer Energie zu nega­tiven Strompreisen führt, wird kein Einzelfall bleiben, sondern zur Regel werden.

Viel schlimmer als die teure Entsorgung wertlosen Stroms ist für die deutsche Strom­versorgung dieser bald nicht mehr vorhandene Regelpuffer mit konventio­nellen Kraftwerken, die den mit Vorrang einspeisenden regene­rativen Energien nachregeln müssen. Die starke Zunahme von Eingriffen in die Erzeugungs-leistung von Kraftwerken („Redispatch-Maßnahmen“), um Leistungsabschnitte vor einer Überlastung zu schützen, künden von der Bedrohung: Da die Spitzen der Erzeugung von Sonne und Wind ein Maß erreicht haben, das sich seit geraumer Zeit sehr häufig mit dem Bereich des Verbrauchs schneidet, schwindet die Regelfähigkeit des Netzes aufgrund der schwindenden Flexibilität der Erzeugung massiv. Der Blackout wird immer wahrscheinlicher!

Eine tiefergehende Analyse der Vorgänge im Stromversorgungssystem zum Jahresbeginn 2017 und eine ausführlichere Diskussion der Implikationen ist unter www.vernunftkraft.de/kaltflaute abrufbar.

Die Faktenlage legt eindrücklich nahe, wie der weitere Ausbau wetterabhängiger Stromerzeugungsanlagen die Stromversorgung immer näher an den Kollaps führt. Gleichzeitig werden auch die energiepolitischen Ziele „Wirtschaftlichkeit" und „Umweltverträglichkeit" mit jeder neu errichteten, durch Einspeisevorrang und Fixver­gütung begünstigten Windenergieanlage in immer weitere Ferne gerückt.

Als Landesverbände von über 650 Initiativen, bestehend aus aufgeklärten und für eine vernünftige Energiepolitik eintretenden Bürgern aus dem ganzen Bundesgebiet, halten wir fest:

Kleinliche Diskussionen um die Verteilung von Netzentgelten oder ähnliche Neben­schauplatzgefechte sind fehl am Platz. Die Antwort auf eine für das ganze Land verheerende Entwicklung muss vielmehr in der Beseitigung des grundlegenden Fehlers liegen. Deshalb ist der Ausbau wetterabhängiger Stromerzeugung unverzüglich einzustellen.

 

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2.2.2017 Die dunkle Seite der Energiewende

Verlogene Verlagerung des Kohleabbaus in Länder der 3. Welt

Lesen sie hierzu in SPIEGELONLINE "Die dunkle Seite der Energiewende"

9.1.2017 Teure Bescherung

Weihnachten bescherten die 27.000 Windenergieanlagen den Stromkunden zum wiederholten Male zusätzliche erhebliche Kosten.
Infolge der Überschussproduktion musste den Abnehmern im benachbarten Ausland zusätzlich ca. 20 Mio. € an "Entsorgungsgebühren" gezahlt werden.
Dies wird nicht die letzte teure Bescherung für die Stromkunden sein, da die Stromproduzenten sogenannter erneuerbarer Energien Strom nicht bedarfsgerecht bereitstellen können und es auf lange Sicht keine geeigneten Speichermöglichkeiten für die Überschussproduktion geben wird.
Diese Problematik verschärft sich mit jedem weiteren Zubau an Windenergieanlagen.
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