Die Akzeptanz der Energiewende ist nur noch dort vorhanden,
wo das Wissen um ihre Auswirkungen fehlt!

16.5.2014 - Böcksweiler (Saarland) - Bündnis Energiewende für Mensch und Natur befürchtet Schäden für Gesundheit und Umwelt

37 Bürgerinitiativen trafen sich am 16. Mai im Saarland.

So schreibt Sebastian Dingler von der Saarbrücker Zeitung (19.5.2014):

Saarbrücken. Die Szenerie im Dorfgemeinschaftshaus in
Blieskastel- Böckweiler im Bliesgau erinnerte an die Anfänge der Anti-
Atombewegung: Flugblätter, Infobroschüren, Transparente mit Slogans und eine
Menge an engagierten Bürgern. Der Protest der anwesenden Bürgerinitiativen
richtete sich jedoch gegen eine lange als unproblematisch und ökologisch
angesehene Form der Energieerzeugung, nämlich die Windkraft. Die Veranstaltung
am vergangenen Freitag diente der Eigenpräsentation eines Bündnisses
„Energiewende für Mensch und Natur“, das aus 37 Bürgerinitiativen aus dem
Saarland und Rheinland- Pfalz besteht. Mit Gast-Redner Oskar Lafontaine (Linke)
konnte dazu ein gewichtiger Mitstreiter aus der Politik gewonnen
werden.

Die Argumente gegen diese Form der Energieerzeugung deckten eine
große Bandbreite ab – vom Naturschutz über die Veränderung des Landschaftsbildes
bis zur Profitgier, die den Betreibern unterstellt wurde. Nicht zuletzt aber
befürchteten die Windkraftgegner gesundheitliche Gefahren für den Menschen.
Bündnisvorsitzender Uwe Anhäuser stellte klar, dass er nicht etwa eine
Fortführung der Kernenergie anstrebe. Sinnvoller als die Windkraft empfände der
Buchautor jedoch die Nutzung von Strömungsenergie in Flüssen sowie schlichtweg
das Einsparen von Energie. Das Weltklima würde man, so Anhäuser, durch den
Ausbau der Windenergie auch kaum retten: „Was wir in Deutschland mit allen
Maßnahmen pro Jahr an CO2-Ausstoß einsparen, das pusten die Chinesen an einem
halben Tag in die Luft.“

Überdies müssten die Anlagen nach drei bis fünf
Jahren kostenintensiv gewartet werden – die Menschen könnten sonst nicht
schlafen, „weil die Dinger zu quietschen anfangen“. Die Redner der einzelnen
Bürgerinitiativen stießen ins gleiche Horn, legten aber den Schwerpunkt mehr auf
die ungewünschte Veränderung im Landschaftsbild durch die Windräder
(„Verschandelung“), die Lärmbelastung und die Bedrohung der Lebensräume von
Rotmilan und Schwarzstorch. Beide Vogelarten sind streng geschützt; sie zählten
daher in der Argumentation gegen die Windenergie oft gewichtiger als der Mensch
selbst. Immer wieder thematisiert wurde der Mindestabstand von Windrädern zu
Wohngebieten. Im Saarland sei dieser mit 650 Metern viel zu gering
bemessen.

Oskar Lafontaine lobte diesbezüglich in seiner Rede sogar die
CSU, die in Bayern die so genannte 10-H-Regel eingeführt habe: Danach muss der
Abstand einer Windkraftanlage zu den Häusern das Zehnfache seiner Höhe betragen.
Ansonsten wetterte der Linken- Politiker gegen das „Banausentum“ im Umgang mit
Landschaften und Bauwerken und forderte Bürgerentscheide bei der Planung von
Windparks. Abschließend erläuterte der Püttlinger Arzt und Diplom-Ingenieur
Eckehard Fugger den etwa 150 Anwesenden, was es mit dem von den Windanlagen
ausgehenden Infraschall auf sich habe: Die tiefen akustischen Frequenzen seien
zwar für den Menschen nicht hörbar, jedoch gut messbar; Studien hätten gezeigt,
dass Hirnströme selbst in 15 Kilometern Entfernung von den Anlagen noch
krankhaft verändert seien. Benommenheit, Konzentrationsschwierigkeiten und
Schlafstörungen seien die Folgen.

 

Hier geht es zum Artikel: http://www.saarbruecker-zeitung.de/aufmacher/Windenergie-Gegner-Oskar-Lafontaine-Windraeder;art27856,5276376

 

 

Bündnis Energiewende für Mensch & Natur

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